Britisches Design im Victoria & Albert Museum, London

26. April 2012

»God Save the Queen« Poster von Jamie Reid

London ist dieses Jahr mehrfach eine Reise wert: Ausgehend von den Olympischen Spiele 1948 und 2012 in London springt das Victoria & Albert Museum auf den gleichen Zug vieler Museen und Galerien auf, das Beste Großbritanniens zu präsentieren: Die Evolution des britischen Designs von den Londoner »Spar-Spielen« 1948 zu den diesjährigen Olympischen Spielen wird bis zum 12. August 2012 gezeigt…

Britisches Design im V&A Museum: Routemaster im Modellformat, Entwurf 1954; Foto: David Rose, TelegraphRoutemaster Doppeldecker-Bus im Modellformat, Entwurf 1954; Foto: David Rose, Telegraph

Was fällt uns spontan an britischem Design ein? Die roten Doppeldecker-Busse! Der »Routemaster« rollte im Februar 1956 das erste Mal durch die Straßen Londons bis weit ins neue Jahrtausend hinein und wurde erst in den letzten Jahren durch behindertengerechte Busse ersetzt. Bleiben wir bei »Blechkarossen«: Neben dem schicken Jaguar E-type rollte vor allem der knuffige Mini nicht nur durch Großbritannien…

Britisches Design im V&A Museum: Mini, Foto: Lewis Whyld/PA, TelegraphMister Bean grüßt: Mini, Foto: Lewis Whyld/PA, Telegraph

Ein großer Teil der Ausstellung im Victoria & Albert (V&A) Museum widmet sich dem Thema Mode: Nicht nur werden faszinierende »Show-Anzüge« gezeigt, vor allem die Entwicklung der britischen Mode steht im Mittelpunkt: vom knappen Minikleid einer Mary Quant über das zerfetzte »Rotten«-T-Shirt von Malcolm McLaren und Vivienne Westwood bis zur faszinierenden Abendrobe des leider schon verstorbenen Alexander McQueen:

Britisches Design im V&A Museum: David Bowie im Ziggy Stardust Kostüm von Kanai Yamamoto, 1973, Foto: David Rose, Telegraph
David Bowie im Ziggy Stardust Kostüm von Kanai Yamamoto, 1973, Foto: David Rose, Telegraph

Neben der Kunst von David Hockney, Richard Hamilton und Eduard Paolozzi zum Beispiel lässt das Victoria & Albert Museum das britische Grafikdesign nicht außer Acht: Manchmal skuril, manchmal ein Lächeln hervorzaubernd, erinnert dies an verrückt bunte Beatles-LP-Plattencover und Monty Python-Filme:

Britisches Design im V&A Museum: »Go to Work on an Egg« von Mather & Crowther, 1964; Foto: V&A
»Go to Work on an Egg« von Mather & Crowther, 1964; Foto: V&A

In einem anderen Bereich widmet sich die V&A Ausstellung dem britischen Design zu Hause: Ob wirklich jeder Brite so farbenfroh in den 1950er Jahren eingerichtet war, lässt sich jetzt nicht mehr nachvollziehen. Dass aber aus Großbritannien viele außergewöhnliche Designer kommen, können wir bejahen: Wir nennen Tom Dixon, Jasper Morrison, Tricia Guild, Edward Barber & Jay Osgerby

Britisches Design im V&A Museum: typisch britisches Zuhause in den 1950er; Foto: Lewis Whyld/PA, Telegraphtypisch britisches Zuhause in den 1950er; Foto: Lewis Whyld/PA, Telegraph

Neugierig geworden? Die Ausstellung »Britisches Design« läuft noch bis zum 12. August 2012 im Londoner Victoria & Albert Museum:

Victoria und Albert Museum (V&A) in London

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