Besuchen Sie die imm cologne 2012 in Köln

16. Januar 2012

imm cologne 2012 lädt ein zum Wohn-Bummeln

Auch dieses Jahr lädt Deutschlands größte Möbelmesse nicht nur Fachkundige sondern jeden Design-Interessierten am dritten Januar-Wochenende ein, neue Möbel und Accessoires aus nächster Nähe zu betrachten. Ach was reden wir vom Sehen! In jeden Sessel können sich Besucher der Kölner Möbelmesse fallen lassen, über neue Teppiche wandeln und Stoffe befühlen, einfach alles erkunden.

Einziger Nachteil der Kölner Möbelmesse: Sie können als normalsterblicher Besucher der imm cologne 2012 nicht direkt an diesem Wochenende etwas kaufen. Das geht immer noch über den hiesigen Einzelhandel. Aber dafür können Sie gewiss sein, nicht irgendetwas Unbekanntes zu bestellen, sondern Sie haben dies schon genauer betrachtet und befühlt. Wie das aussieht, zeigt anschaulich der hübsche »Trailer« der imm cologne 2012:

 

Und was erwartet Sie Neues in Köln?

Zwar mag die imm cologne 2012 keine allgemeingültigen Trends vorschreiben, weil Wohnen sich in den letzten Jahren immer mehr individualisiert hat, zarte Tendenzen sind jedoch erkennbar: Einerseits schreitet die Retro-Welle der Fifties erfolgreich weiter. Grazile Sesselchen, schräg gestellte Beinchen unter Kommode und Beistelltisch, selbst die »Tütenlampe« ist wieder schick. Gemischt wird der modernisierte Fifties-Trend auf der Kölner Möbelmesse mit »coolen« Anleihen an die »Swinging Sixties«.
Andererseits weitet sich der Minimalismus aus: Zwar wird bei diesem Wohntrend alles auf das Wesentliche reduziert, aber verzichten auf Komfort wäre eine falsche Einschätzung. Vielmehr lässt die Reduktion das Entstehende reifen wie ein guter Wein. Man könnte auch frei nach Oscar Wilde formulieren: »Nur das Beste!« Funktionalistisch wie elegant ohne auffallenden Dekor und auf keinen Fall irgendein »Nippes«. Ob nun der Raum lichtdurchflutet in Weiß nahezu schwebt, in dunklen Beeren- bzw. Nachttönen ein glitzerndes »Bar-Feeling« heraufbeschwört oder mit poppigen Farbtupfern spielt, bleibt jedem selbst überlassen.

Nipa Doshi und Jonathan Levien bei der Entwicklung ihrer Installation »Das Haus - Interiors on Stage« für imm cologne 2012

Was dürfen Sie nicht verpassen in Köln?

Besuchenswert auf der Kölner Möbelmesse ist die große Wohn-Installation »Das Haus – Interiors on Stage« der indisch-schottischen Designer Nipa Doshi und Jonathan Levien. Ausgehend, dass sich der Lebensstil und somit die Anforderungen an den Wohnraum geändert haben, entwerfen Nipa Doshi und Jonathan Levien fern von der üblichen Raumaufteilung ein neues Haus, das keinem festen Grundriss folgt, sondern sich an den Lebensstil der Bewohner anpasst. Die Herausforderung für jeden Einzelnen wird es sein, ein Konzept zu erstellen, welche Bedürfnisse er an seinen Wohnraum stellt: Wieviel ist öffentlich, welche Rückzugsmöglichkeiten sind notwendig, wieviel Raum brauchen die Aktivitäten der Bewohner?

Konzept der einzelnen Wohnbereiche von Nipa Doshi und Jonathan Levien für »Das Haus - Interiors on Stage« der imm cologne 2012

Ein zweiter nicht zu vergessender Bereich der imm cologne 2012 ist der stets innovative D³ Design Talent-Wettbewerb: Junge Designer stellen auf der Kölner Möbelmesse ihre neusten Entwürfe aus, die noch nicht unter den »Fittichen« der Möbel-Industrie entstanden sind. Manchmal bizarr, öfters mehr als ein »Augenbrauenzucken« überzeugen die neuen Möbel-Entwürfe heutzutage immer mehr, da die jungen Designer nicht mehr abgehoben von ihrer späteren Wirkungsbereich ausgebildet werden.

Was auch immer Sie Neues für Ihr Heim benötigen – es lohnt sich an den Publikumstagen der Kölner Möbelmesse von Freitag, den 20.01., bis Sonntag, den 22.01.012, die neuen Möbel in Köln zu erkunden:

Information zur imm cologne 2012: Deutschlands größte Möbelmesse in Köln

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Eine Antwort zu “Besuchen Sie die imm cologne 2012 in Köln”

  1. Sugel sagt:

    Zugegeben: Das Spektakel in den Gemächern von Doshi und Levien war zu erwarten. Ganz so privat ist das Ganze nämlich nicht. Das indisch-britische Designer-Duo hat auf der Möbelmesse imm Cologne das neue Designprojekt „Das Haus“ gestaltet, komplett nach seinen eigenen Vorstellungen und Vorlieben. Ein 180 Quadratmeter großer begehbarer Pavillon mitten im „Pure Village“ in Halle 3.2, eine Mischung aus Designermöbelschau, Ausstellung des persönlichen Eigentums des Paares und der theoretischen Vision, wie ideales Wohnen vielleicht irgendwann mal aussehen könnte. Das Ergebnis ist so persönlich geworden, das es im Laufe des üblichen Messerundgangs vorbei an konventionellen Ausstellerständen beinahe eine Art Oase der Lebendigkeit ist.

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