Es ist der Wohntrend der letzten zwei Jahre: die Fünfziger. Kaum ein Hersteller, der nicht hier oder da einen zierlichen Cocktailsessel oder einen dreibeinigen Hocker wieder auflegt. Dass das Revival der Fifties, gern auch Mid-Century Design genannt, auch ohne Pomp und Plüsch geht, zeigt die britische Design-Instanz Designers Guild in unserer Mid-Century Design Stil-Schau: (weiterlesen…)
Mit ‘Sessel’ getaggte Artikel
Stil-Schau: Designers Guild lässt die Fünfziger aufleben!
Donnerstag, 24. Januar 2013Trix – dreifacher Lounge-Spaß von Kartell
Dienstag, 14. August 2012Dreifacher Spaß entsteht bei diesem flexiblen Lounge-Sitzmöbel aus den Händen des italienischen Designers Piero Lissoni für Kartell garantiert: Lang ausgestreckt schlafen, mit angewinkelter Kopfstütze lümmeln oder brav aufrecht sitzen, wenn Besuch da ist: Trix… (weiterlesen…)
Stuttgart: ikarus jubelt in neuem Quartier!
Dienstag, 22. Mai 2012In Stuttgart ist es nun amtlich: Ab dem 24.Mai 2012 bezieht unser beliebter ikarus…design shop ein neues Quartier – im Postquartier, Thouretstraße 6! Fußläufig in einer Seitenstraße der Königstraße gelegen, leicht mit dem Auto zu erreichen, nahezu ebenerdig mit großen Schaufenstern… (weiterlesen…)
Der Sitting Bull Sitzsack lümmelt wieder Outdoor
Donnerstag, 05. April 2012Keine Lust komfortable, aber umständlich große Gartenmöbel raus auf die Terrasse, rein ins Trockene zu tragen? Erfordert das Aufklappen eines Deckchairs eine lange Feldforschung nach der Aufbauanleitung? Dann ist es Zeit umzudenken: Ob gemütlicher Gartensessel oder Sonnenliege – der Outdoor Sitzsack von Sitting Bull passt… (weiterlesen…)
Eames: the architect and the painter
Mittwoch, 28. Dezember 2011
»Eames: The Architect and the Painter« geistert die letzten Wochen durch die Presse. Der dokumentarische Film von Jason Cohn und Bill Jersey, der dem Designer-Ehepaar Ray und Charles Eames ein filmisches Denkmal setzt, ist in den amerikanischen Kinos angelaufen. Ob bzw. wann der Film in Deutschland zu sehen sein wird, ist bisher zwar unklar, aber die irgendwann erhältliche DVD wohl in englischer Sprache wird uns über diesen Missstand hinwegtrösten. (weiterlesen…)
Strikt und verwirrend: Das Geometri Muster von Vitra
Mittwoch, 03. August 2011
Es war Augen verwirrend. Psychedelisch. Futuristisch radikal. Verrückt modern. 1960 gestaltet der dänische Designer Verner Panton das 1936 errichtete Astoria Hotel mitten im norwegischen Trondheim neu. In seiner unverwechselbaren Art bleibt keine Wand oder Boden unverschont, jeder Fleck im Astoria Hotel wird mit einem Muster überzogen: Geometri. Vier verschiedene geometrische Muster durchziehen jeden Raum – von der Lobby über den Frühstücksraum, das Restaurant, die Tanzfläche bis in die einzelnen Hotelzimmer. (weiterlesen…)
Dream Factories oder Fläzen in Designklassikern
Freitag, 15. Juli 2011
Zum 50. Jubiläum des diesjährigen Salon del Mobile in Mailand präsentiert das Triennale Design Museum »Dream Factories« – eine Übersicht über die Entwicklung des italienischen Möbel-Designs seit den 1950er Jahren bis heute. Ausstellungsleiter Martí Guixé konzipiert diese Show rund um bekannte und entdeckungswürdige Designklassiker als eine Art »Alice im Wunderland«: Der Besucher wird mittels »beherzter Kapitäne« durch die Ausstellung geleitet: Hiermit meint Martí Guixé die sogenannten »Totems«, also lebensgroße, beleuchtete Plakate mit Designer-Porträts auf der Vorderseite und ihre Geschichte auf der Rückseite. (weiterlesen…)
VitraHaus – das Schaufenster für Vitra
Dienstag, 12. Juli 2011Seit Gründung des Vitra Design Museums 1989 stand diese Frage immer in der Luft: Ein Showroom für die eigenen Produkte – alles zum Begutachten und Anfassen. Eben das genaue Gegenteil vom Design Museum, in dem alles nur betrachtet werden darf, der Besucher sich aber eigentlich zurückhalten sollte, alles anzufassen. (weiterlesen…)
Der Designklassiker Eames Lounge Chair von Vitra
Sonntag, 22. Mai 2011
Ein Traum von einem solitären Sessel – der Lounge Chair von Ray & Charles Eames, der heute für den amerikanischen Bereich von Herman Miller Corporation und in Europa vom Schweizer Hersteller Vitra nach den Originalentwürfen oder in der heute leicht dem größer gewordenen Menschen angepassten Variante gebaut wird. Kein Fernsehsessel bzw. Lesesessel kann diesem lederbezogenen Traum auf drei Holzschalen nahe kommen, der es sogar auf eine Briefmarke des US Postal Service schaffte. (weiterlesen…)
Plywood Group – Charles Eames erstes Möbeldesign
Dienstag, 10. Mai 2011
Im Frühjahr 1930, während der Depression, geht Charles Eames nach seinem zweiten Collegejahr von der Washington University in St. Louis ab und will als freier Architekt Geld verdienen. Als die Kunden ausbleiben, reist er nach Mexiko und verlebt fünf Jahre dort, bis er 1940 ein Angebot des damaligen Dekans der progressiven Cranbook Academy of Michegan, Eliel Saarinen, annimmt, dort studiengebührenfrei und zwanglos Kunst und Architektur zu studieren. Es ist der Beginn fruchtbarer Freundschaften: Nicht nur dass Charles Eames sich mit dem Sohn des Dekans, Eero Saarinen, gut versteht, auch seine spätere Frau, Ray Kaiser, eine junge Malerin und Bildhauerin, trifft er an diesem College. Das Trio diskutiert, experimentiert freudig und legt bei dem vom New Yorker Museum of Modern Art veranstalteten Wettbewerb im Bereich »organische Möbel« eine Reihe von höchst originellen und innovativen Sperrholzmöbeln vor. Der spielend leichte Gewinn lässt ein Angebot von Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) folgen, Geld in der Kriegszeit als Szenenbildner zu verdienen und so heiratet Charles Eames seine Ray, zieht mit ihr nach Venice, Los Angelos, und beide experimentieren weiter in den Abendstunden an den innovativen Sperrholzformtechniken. Sperrholz, schnellbindendes Harnstoff-Formaldehydharz

(gesund war das bestimmt nicht!) und Hitze waren die Komponenten eines neuen »Plastikholzes«, das die Aufmerksamkeit anderer Ingenieure auf sich zieht. Während diese meist auf »Onkel Sams« Kosten Kriegsspielzeug entwerfen, ausprobieren und herstellen, machen sich Ray & Charles Eames einen Namen mit Schienen und Tragen aus ihrem »Plastikholz« für verwundete Soldaten.
Als der Krieg endet und ein neuer Wettbewerb des New Yorker Museum of Modern Art 1946 ansteht, beteiligen sich Ray & Charles Eames mit ihren innovativ geformten »Plywood Group« Möbeln. Das Novum ihrer außergewöhnlichen Formen war, die Möbel dem menschlichen Körper anzupassen (statt wie gewöhnlich umgekehrt). Das auf neue Sachen geradezu versessene Publikum verliebt sich sofort in diese geschwungenen Formen, den seidigen Glanz der natürlichen Holzfläche und jubelt über dieses neue Design, dass das elegante Aussehen dänischer Möbel mit einem robust amerikanischen Profil verquickt.

Größenvergleich des Lounge Chair (LCW) in Rot zum Dining Chair (DCW) in Natur von Vitra: 10 cm Unterschied der Sitzhöhe der zwei »Plywood Group« Vitra-Stühle.
Angezogen vom Erfolg der Ausstellung vergibt der Entwurfsdirektor der Herman Miller Furniture Company, George Nelson, einen großen Auftrag an Ray & Charles Eames zur Vorbereitung der Serienproduktion dieser »Plywood Group« Möbel. Es ist der Anfang einer langen Liason, deren erstes fruchtbare Ergebnis der Verkaufsschlager »Plywood Group« war. Kein modernes Haus der 50er Jahre kam ohne einen Stuhl dieser Möbel-Serie aus – ob Dining oder Lounge Chair. Der Schweizer Hersteller Vitra bietet die »Plywood Group« Möbel-Serie mit verschiedenen Gestellen an:
Der Lounge Chair von Vitra bezaubert als niedriger Sessel mit einer Sitzhöhe von 30 cm als treuer Kompagnon neben dem komfortablen Sofa oder für gesellige Spiel-Runden am runden Tisch: Vitra bietet den Lounge Chair mit hölzernem Gestell (»wooden base«), den sogenannten LCW, und mit einem filigranen Metallgestell (»metal base«), den Lounge Chair LCM, an:
Passend zu den LCM Stühlen entwirft Ray & Charles Eames den CTM – einen »Coffee Table« mit »metal base«. Zeitgleich zu den niedrigen Sessel der »Plywood Group« Möbel-Serie wird das Sessel-Design an die Stuhl-Form angepasst: Die Sitzhöhe wächst von 30 cm auf satte 40 cm. Trotzdem heißt es beim Dining Chair »gerade bei Tisch« sitzen oder einen niedrigen Esstisch wählen, denn typisch im europäischen Raum ist eine Sitzhöhe von mindestens 45 cm:
Die knuffigen Holzstühle DCW (»Dining Chair with wooden base«) von Vitra zeichnen sich nicht nur durch eine höhere Sitzhöhe, sondern auch eine schmalere Sitzbreite aus. Filigraner werden die Holzstühle mit Metallgestell als DCM (»Dining Chair with metal base«) von Vitra:
Die »Plywood Group« Möbel mit ihren verschieden Gestellen wurden von Ray & Charles Eames 1956 im NBC Frühstücksfernsehen – zehn Jahre nach ihrem Debut – vorgestellt:
Alle von Ray & Charles Eames entworfenen »Plywood Group« Möbel von Vitra finden Sie in unserem
Das bezaubernde Poster der Vitra »Plywood Group« Möbel im Mid-Century Design ist im amerikanischen »BlueAntStudio« erhältlich.










