Vasenschönheiten, Vasenvielfalt, Vasentransparenz

30. August 2017

Schönheiten als keramisches Kunstwerk: Squall und Falda Vasen von Rosenthal, dazwischen Folded Blumenvase von menu und Privatbesitz

Die Kraft einer schönen Gestaltung wächst wieder von Jahr zu Jahr – und mit ihr der Wunsch, die leeren Oberflächen schöner Sideboards, Kommoden und Regale nicht nur vollzustellen, sondern geschmackvoll zu dekorieren: Wie wäre es mit den wieder in Mode kommenden Vasen, die wir in einer besonderen Bildstrecke in unserem neuen ikarus…design katalog 2018 würdigen?

Schönheiten als keramisches Kunstwerk: Egg Blumenvase von moooi, Fondale und Fast Vasen von Rosenthal, Hammershøi von Kähler

Erst die richtige Vase gibt den Blumen die Bühne,
auf der sie sich ganz entfalten können.

Schon seit Jahrhunderten wird die Form einer Vase immer wieder neu erfunden: Erst werden einfache Krüge dem neuen Nutzen zugewiesen, dann die Amphoren der Antike wieder entdeckt. In der Renaissance entwickeln sich die ersten Vasen, die weit mehr als nur dem Nutzen, einen Blumenstrauß zu wässern, dienen. Aufwendiger gestaltet in der Form und reich verziert entwickeln sich seitdem die Vasen zu eigen­ständigen Skulpturen, die auch ohne Blumenschmuck eine Zier sind.

Facetten voll farbiger Vielfalt: Hot Spots Blumenvase in Coastal Shades von Rosenthal

Je ausgefallener das Design der Vase, umso mehr besticht die schlichte Schönheit der Blume in ihr.

Statt feiner, von Hand bemalter Dekore früherer Zeiten lassen heutige Porzellanmar­ken wie Rosenthal und Kähler Design lieber entweder eine schlichte oder aber eindrucksvolle Form einer Blumenvase für sich sprechen. Während die weißen Porzellanvasen wie »Hammershøi« von Kähler Design oder »Fondale« in zurück­haltend schlichter Form punkten, setzen »Squall«, »Falda« und »Fast« Blumenvasen von Rosenthal als erstarrter Wirbelsturm, imposanter Kragen oder Versinnbildlichung der Geschwindig­keit in auffallender Skulptur ein künstlerisches Ausrufezeichen. Und wie unterschiedlich Falten aufgefasst werden, zeigt der zerklüftete Faltenwurf der »Folded« Vase von menu zu der fein facettierten »Hot Spots« Vase von Rosenthal, die mit einem das Auge anregenden Farbenverlauf glänzt.

Skulpturen in metallener Vielfalt: Fast und Squall Vasen von Rosenthal, dazwischen Alfredo Blumenvasen in zwei Formen von Georg Jensen

Die Blumen selbst können die Schönheit der Vase nicht sehen, in der sie stehen. Der Betrachter aber sieht die Schönheit von beiden.

Innovativ in der langen Geschichte der Blumenvase ist der über den ganzen Korpus erstreckende metallische Glanz. Kein kleiner goldener Faden oder zarte silberne Tupfen – nein, es geht prunkvoll zu: Während Georg Jensen als ehemalig reine Silberschmiede bei den unterschiedlich geformten »Alfredo« Vasen zum pflegeleichten und stets hochglänzend polierten Edelstahl greift, titanisiert gülden bzw. platiniert Rosenthal seine oben weiß abgebildeten »Fast« und »Squall« Porzellanvasen.

Blumenvasen im vielfältigen Kunststoff-Design von Kartell: Shibuya, Shanghai, Jelly, Matelassé und I Shine Blumenvasen

Eine schöne Vase macht einem die Entscheidung schwer,
ob Blumen nicht zu viel des Guten sind.

Und robuster Kunststoff zieht natürlich ebenfalls seit einiger Zeit ins Lande: Kartell, die italienische Marke für ausgefallenes Kunststoff­design offeriert eine große Anzahl markanter Blumenvasen von der kugelig zweifarbigen »Shibuya« über die am Boden verteilten, fein facettierten »Shanghai« und »Jelly« Blumenvasen bis zu der versteckteren, zylin­drischen »Matelassé« und auffallend andersartigen »I Shine« Blumenvase. Allesamt stehen selbst­verständ­lich auch einzeln ihren Mann, aber gerade Dekorateure wählen lieber eine harmonische 3er-Anzahl unterschiedlicher Formen. Es empfiehlt sich aber in einer Dekoration, die Blumenvasen in einheitlichen Farben oder Materialien zu arrangieren.

Design in gläserner Transparenz: Aalto und Ruutu Glasvase sowie Kastehelmi Windlicht von iittala, Fusione Glasvase mit und ohne Überfang von Leonardo, Elevated Glasvase von Muuto, Alfredo in Glas von Georg Jensen, Lyngby Glasvase von Rosendahl

Erst die passende Vase ergibt mit der Blume zusammen ein Kunstwerk.

Und schon seit Jahrhunderten fasziniert die gläserne Transparenz und ihr Licht-Schatten-Spiel: Ob die berühmte, unregelmäßig geformte »Aalto« Vase, die neue rautenförmige »Ruutu« Glasvase oder das körnig erscheinende »Kastehelmi« Windlicht von iittala, die faszinierend stapelbare, zwei- bis dreifarbige »Fusione« Glasvase mit und ohne Überfang von Leonardo, die mit einem fest angesetzten Sockel ausge­stattete »Elevated« von Muuto, die kannellierte »Lyngby« Glasvase von Rosendahl oder die gläserne Variante der oben vorgestellten »Alfredo« von Georg Jensen – Glasvasen laden mit oder ohne Blumen zum spielerischen Dekorieren ein.

Angesichts der schier großen Vasenvielfalt und faszinierenden Vasenschönheiten in Versuchung geraten? Alle vorgestellten Vasen erhalten Sie in unserem

ikarus...design shop

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