Issey Miyake X iittala

27. September 2016

Styling des finnischen Valkoinen Harmaja Blog: Kissen in ZickZack-Faltung aus pflegeleichtem Synthetikmaterial – perfekt für Sofa, Sessel und Bett

Ein innovativer japanischer Modedesigner trifft auf finnische Traditionsmarke in Glas und Geschirr: Ist das ein »Clash« der Kulturen, Japan versus Finnland, Ost gegen West? Oder gar ein Abgesang auf das beliebte skandinavische Design?

Styling des finnischen Valkoinen Harmaja Blog: Kissen und Tasche in Fischgrat-Faltung – optischer Reiz für wirkunsgvolles Design

Mitnichten, können wir rundum frei sagen. Denn auf den zahlreichen Flügen zwischen Tokyo und Helsinki sehen sowohl Issey Miyake als auch der Chefdesigner von iittala, Harri Koskinen, mehr Gemeinsamkeiten als klaffende Klüfte zwischen den Kulturen. Zuvorderst steht der Purismus: Beide Design­traditionen lassen das Überflüssige fort, betonen die Funktion in Simplizität. Letztere wird jedoch gerne in ausgesuchten Materialien und traditionsreichem Kunsthandwerk ausgeführt, sozusagen die Einfach­heit in einer ausgeklügelten, meist langwierigen Verarbeitung fast ad absurdum geführt.

Styling des finnischen Valkoinen Harmaja Design Blog mit Plissee Kissen-Bezügen auf dem Sofa; Vase, Windlicht und »Tischblume« Untersetzer auf dem Couchtisch

Dass Issey Miyake sein erfolgreiches Schneiderhandwerk in diese Kollaboration einbringt, verwundert nicht. Schließlich lässt sich seine Technik der permanent »eingebrannten« Falten aus dem Modedesign wundervoll als Kissen, Taschen und Tischwäsche einbringen, wie eindrucksvoll die vorangegangen Fotos des finnischen Valkoinen Harmaja Blog zeigen. Aber die speziellen Falten fügen nicht nur die dritte Dimension als optischen Reiz hinzu, sie erleichtern bei dem einen oder anderen Design auch die Funktion: So lässt sich die Tasche mit einem Handgriff klein falten, die Serviette sich in verschiedenen Formen – ohne fingerfertige Origami-Tricks! – auf dem Tisch präsentieren oder der fünfeckige Untersetzer namens »Tischblume« sich nach dem Waschen locker zurecht zupfen:

»Die verwendeten Farben und Formen ahmen die Natur nach« sagt Jeremiah Tesolin, der Kreativdirektor von iittala. »Die kräftigen Grüntöne stehen für skandinavische Wälder, während die zarten Schattierungen von Rosé und Grau an »Sakura«, das Aufblühen der japanischen Kirschbäume, erinnern. Und die dreieckig gefalteten Serviette‌n weisen liebevoll auf das japanische Naturdenkmal hin, den imposanten, kegelförmigen Vulkanberg Fuji:«

Styling des finnischen Valkoinen Harmaja Blog mit Geschirr: Windlicht, Vase, Tischset, Tasse auf kleinem Teller, Serviette auf »Teema« Teller, um den europäischen Essgewohnheiten gerecht zu werden

Und das Schönste ist: Die Falten wiederholen auch nach dem Waschen dieses Spiel – wenn man mal das eh lästige Bügeln unterlässt! Passend zur sich selbst faltenden Serviette kreiert Issey Miyake für iittala auch schlichte Tischset‌s als Platzdeckchen und Tischläufer. Der Clou an diesem plissierten Stoff? Tischset wie Tischläufer lassen sich immer wieder ein- und ausrollen und dies glatt, ohne dass abhebende Kanten oder knickende Eselsohren an Ecken stören.

Tasse und Vase plus Teller in verschiedenen Größen und Formen eines Fünfecks sowie rollbares Tischset und sich selbst faltende Serviette

Vom bekannten Thema der Stoffe wagt sich der japanische Modedesigner Issey Miyake mit Hilfe von iittala in neue Gefilde, dem Entwerfen von Geschirr. Statt der typisch runden Form wagt er ein Fünfeck, das aber im Gegensatz zum »Tischblume« Untersetzer nie und nimmer gleichmäßig auftritt: Mal sind die Teller mehr oder minder rund, mal als Servierteller zu einer länglichen Schale gestreckt. Während Issey Miyake und sein Team der japanischen Tradition folgend eher die kleinen Teller als Essteller und die größeren Varianten als Servier­teller verwenden, sieht man im Valkoinen Harmaja Blog auf den ersten Blick die finnische – und auch europäische – Art der Nutzung: Der kleine Teller wird lediglich als Unterteller für Tasse und Gläser, als Essteller das »Teema« Geschirr von Kaj Franck für iittala präsentiert. Dabei kann mit Hilfe der japanischen Geschirr-Ordnung selbst diätisches Essen zum optischen Festschmaus werden …

Windlicht in Form der fünfeckigen Tasse mit runder Öffnung und zarten Löchern im unteren Bereich

Aber was wäre die schönste Tafel ohne Tischschmuck? Aus diesem Grund stoppt Issey Miyake nicht bei Serviette, Tischset und Geschirr, sondern kreiert ein porzellanes Windlicht in Form der Tasse sowie eine schlanke, nicht allzu hohe Vase. Letztere wirkt zwar gewöhnlich rund, widerspiegelt aber zart die gängige Fünfeck-Form sowohl am Boden als auch an der Öffnung. In einem anschaulichen Kurzfilm zeigt iittala die gesamte, 30-teilige Kollektion – vom Kissen über Tischwäsche bis hin zu Teller und Tasse:

Eine Übersicht aller Artikel dieser Geschirr-, Tischschmuck- und Kissen-Kollektion erhalten Sie in unserem

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