Stil-Macher Global Bedding

21. Februar 2017

Peak Outdoor-Loungemöbel der Outbag-Serie von Global Bedding: Sitzsack als Sessel mit angenähtem Pouf – herrlicher kann man nicht auf Balkon und Terrasse entspannen

Global Bedding geht unbeirrt seinen Weg, den beliebten Sitzsack in eine ansprechende Form zu zwängen, ohne Abstriche beim gemütlichen Sitzkomfort zu machen. Wie viel Know-how, Testen und Spürnase hinter dem »zwanglosen« Design steckt, verrät Global Bedding Geschäftsführer Roland Jeck in den fünf Stil-Macher-Fragen rund ums Design:

Slope mit Rock Outbag Outdoor-Loungemöbel von Global Bedding: gemütlicher Sessel mit Pouf zum federleichten Sonnen und Plaudern im Garten

Welches Design, welcher Gestalter oder Ereignis hat Ihren Werdegang beeinflusst?
Roland Jeck: Ehrlich gesagt habe ich da noch nie wirklich drüber nachgedacht. Wenn aber jemand hierfür in Frage kommt, dann wohl am ehesten Luigi Colani: Er hat mich in den 1970er Jahren immer wieder mit seinem klaren und schnörkellosen Design beeindruckt und die Funktionalität immer als oberste Priorität gesehen.

Wave Outdoor-Loungemöbel der Outbag-Serie mit fulminanter Wellenform als knautschige Sonnenliege auf Balkon und Terrasse

Wie verläuft der Weg eines Produktes? Von der Idee über den Entwurf und Prototyp bis zur Fertigstellung?
Roland Jeck: Die Idee entsteht oft aus dem Bedarf: So wurde unser Modell »Wave« entwickelt, weil die »Peak« Liege zwar sehr beliebt war, durch ihre Größe aber nur eine begrenzte Einsatzmöglichkeit bot, d.h. bevorzugt nur auf großen Terrassen zum Einsatz kommt. Für eine kleinere Terrasse und Balkon ist die »Peak« Liege nicht praktisch und handlich genug. Also haben wir eine kleinere Liege »Wave« entwickelt, welche aber trotzdem einen vergleichbaren Komfort bietet, was durch die geschwungene, ergonomische Linienführung gelungen ist.
Nach einer Skizze mit den ersten Maß-Vorgaben wird ein Prototyp erstellt, welcher dann recht simpel auf die Anforderungen hin getestet wird. Danach werden noch notwendige Verbesserungen besprochen und das Modell solange angepasst, bis es den Ansprüchen an Bequemlichkeit und Einsatzgebiet entspricht. Nun werden die technischen Details erarbeitet, für die »Outbag«-Serie steht hier natürlich die Wetterfestigkeit im Vordergrund. Alle Nähte werden genauestens untersucht und Schwachstellen, in welche Wasser eindringen könnte, eliminiert. Hierzu ist schon etwas Erfahrung notwendig, die wir uns in den letzten 10 Jahren zusammen mit unseren Technikern erarbeitet haben.
Abschließend wird dann noch die optimale Füllmenge festgelegt, denn ein Sitzsack darf weder zu viel noch zu wenig Füllung haben, um eine optimale Bequemlichkeit zu bieten. Wenn das alles geschehen ist, wird das Modell über einen längeren Zeitraum, möglichst ein Jahr lang, der Witterung ausgesetzt und dabei immer wieder auf mögliche Schwachstellen untersucht. Erst nach dieser langen Testphase geht ein neuer Entwurf in die Serienproduktion und hernach in den Verkauf.

Slope Outdoor-Loungemöbel der Outbag-Serie von Global Bedding: ein Sessel mit hoher, aber schmaler Rückenlehne – perfekter Sitzsack für Balkon und Terrasse

Welches Produkt war Ihr größter Erfolg versus Ihr meist gelungenes Design?
Roland Jeck: Das kann man so nicht sagen: Sicher war die Idee aus einem klassischen Sitzsack wie »Pushbag«, welchen es immer nur für den Indoor-Bereich gegeben hat, ein wetterfestes Loungemöbel für den Outdoor-Bereich zu machen, die Initialzündung für den Erfolg. Eine Nische zu finden und hieraus einen Bedarf zu erwecken, ist sicherlich für einen Unternehmer das Beste, was passieren kann. Überdies macht es sehr viel Spaß, zumal es sich bei den Pushbag und Outbag-Serien um sehr kreative Produkte handelt, welche viele Optionen in Form, Farbe und Material eröffnen. Im Design versuche ich immer das gesamte »Pushbag« und »Outbag« Programm in sich schlüssig zu halten und keine einzelnen Designspitzen zu produzieren. So passen letztendlich alle »Pushbag« und »Outbag« Loungemöbel irgendwie zueinander und ergeben eine geschlossene Designlinie, welche schliche und einfache Formen aus der Geometrie bevorzugt.

Pushbag Chair und Easy Loungemöbel – auch fürs Wohnzimmer offeriert Global Bedding gemütliche Polstermöbel wie diesen knautschigen Sessel mit quadratischem Pouf

Wie gewichten Sie Ästhetik, Funktion, Nachhaltigkeit im Design?
Roland Jeck: Wie schon gesagt, glaube ich an einfache Strukturen und geometrische Formen. Folgt man dieser Grundlinie, ergeben sich viele Dinge von alleine. Man muss nur versuchen, sie zu sehen und auf möglichst viele Extras, die nicht funktionell notwendig sind, zu verzichten. Ästhetik und Nachhaltigkeit entsteht dann über die Funktionalität von alleine.

Gibt es ein design- bzw. einrichtungstechnisches »No-Go« bei Ihnen?
Roland Jeck: Wenn es einen funktionellen Bedarf gibt, gibt es eigentlich kein »No-Go«. Sehr zurückhaltend bin ich jedoch was kurzfristige, sogenannte modische Trends angeht. Hier vermeide ich vor allem laute oder schrille Drucke, diese sind in der Regel sehr kurzlebig und machen weder den Anbieter noch den Kunden glücklich.

Pushbag Seat und Roll, Sessel und Pouf – Sitzsack als herrlicher, haptisch angenehmer Sitzkomfort fürs Wohnzimmer!

Welche kommenden Herausforderungen sehen Sie im Bereich Design? Wie wird sich das Wohnen in der Zukunft verändern? Fortschreitende Technisierung oder Rückbesinnung auf das Handwerkliche?
Roland Jeck: Ich hoffe, dass durch ein kreativeres Angebot wieder mehr Inspiration im Handel gezeigt werden kann, mir ist hier zu viel Vergleichbares am Markt. Dies wird vor allem durch den Handel gefördert, der sich auf zu wenige, meist große Hersteller konzentriert und sehr preisorientiert ordert. Da dieser Trend bereits eine ganze Weile anhält, ist es nur eine Frage der Zeit, wann der Endverbraucher seine Konsequenzen zieht. Bereits jetzt sind deutliche Unterschiede im Handel feststellbar. Während die einen oft Modelle anbieten, die gleich oder ähnlich auch bei anderen Händlern gefunden werden, und oft auch auf den Flächen »solitär« angeboten werden, gelingt es anderen, zum Teil auch sehr großen Ketten, durch Individualität im Design und Produkt-übergreifender Präsentation für den Endverbraucher ansprechender und inspirativer zu sein.
Ich würde mir wünschen, dass dies künftig vermehrt zu finden ist und dem Endverbraucher wieder mehr Möglichkeiten angeboten wird, sich individuell einzurichten. Dies würde auch die Herstellerseite stärken, da dann auch kleinere kreative Unternehmen wieder bessere Chancen am Markt haben und die Angebotsvielfalt nicht verloren geht.

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