Stahldraht – klassisch und neu interpretiert

5. Dezember 2017

Sign Filo Stuhl von MDF Italia: ein schlankes, elegantes Stahldraht-Design nicht nur für den Esstisch; Sitzkissen optional erhältlich

Stahldraht ist wieder zurück: Schon in den Anfangszeiten des Industriedesigns wird Stahldraht alias »Wire« in der Herstellung von Möbeln, Leuchten und Accessoires berücksichtigt. Nun gewinnt der industrielle Charme im Zuge des fortschreitenden Minimalismus wieder vermehrt Freunde …

Wire Chair Stuhl von Ray & Charles Eames liefert Vitra mit und ohne »Bikini«-Kissen; hier kombiniert mit Noguchi Dining Table Tisch von Isamu Noguchi für Vitra und Moon Pendelleuchte von Verner Panton für Verpan; Foto: Vitra

Seine Blütezeit hatte Stahldraht vor allem in den 1950er Jahren als Kunststoff noch in den Kinderschuhen steckte. Ob der »Wire Chair« von Ray & Charles Eames für Vitra, die vielfach eingesetzte »Eiffel«-Basis für den berühmten »Eames Chair« oder die »Hang It All« Garderobe, der »Bertoia« oder »Platner« Stuhl für Knoll International, das heutzutage weltbekannte »String« Regal von Nisse Strinning für seine Eigenmarke String Furniture.

Panton Wire Element von Montana fungiert als stehendes Regal oder hängendes Wandregal, Nachttisch oder Beistelltisch – auch mit seinen vielfältigen Abdeckungen für den Stahldraht; Foto: Montana

Dieses über Jahrzehnte geschätzte Design lebt nun im Zuge des angesagten Mid-Century Design gepaart mit dem aufkommenden Drang nach Minimalismus in der Einrichtung mehr und mehr auf. So veröffentlicht die dänische Marke Montana einen lange nur als Skizze vorhandenen Regal-Entwurf von Verner Panton neu: Das »Panton Wire« Element lässt sich mit seiner luftigen Drahtstruktur sowohl als freistehendes Regal bzw. Raumteiler als auch in seiner schmalen Version als Wandregal einsetzen. Wer nicht nur Bücher in sein Regal stellen möchte, kann das »Panton Wire« Element mit einer Abdeckung aus Rauchglas, MDF oder Marmor versehen. Letzteres zieht einen Einsatz als kleinen Beistelltisch oder Nachttisch nach sich.

Sign Filo Stuhl von Piergiorgio Cazzaniga für MDF Italia – luftige Drahtstruktur als Sitz oder markante Skulptur in der Einrichtung

Diese Inspiration kann Piergiorgio Cazzaniga nicht verneinen, denn sein »Sign Filo« Stuhl für MDF Italia paart die gleichmäßige Drahtstruktur des oben angeführten Montana Elements mit dem Schwung des Panton Chair – eine Kombination, die Verner Panton nicht herausgebracht hat! Wer jedoch Abdrücke im Sitzfleisch befürchtet, den können wir beruhigen: MDF Italia liefert optional ein perfekt passendes Sitzkissen für den luftigen Sitz.
Während der »Sign Filo« Stuhl von MDF Italia diesen Schwung gekonnt aufnimmt, reduziert Hee Welling für HAY den Stahldraht zum Notwendigsten: Dafür kann die komplette »Hee« Metallstuhl-Serie vom Stuhl über Barhocker bis zum Lounge Chair nicht nur drinnen sondern auch draußen verweilen.

Dexter Hocker von Andreas Farkas für Lammhults: lässt sich geschickt platzsparend zusammenstellen; Foto: Lammhults

Mit seinem »Dexter« Hocker für Lammhults nimmt Andreas Farkas das angesagte Stahldraht-Design auf, fügt aber noch eine witzige Komponente ein: Denn der »Dexter« Hocker lässt sich mit seiner vertikalen verlaufenden Drahtstruktur platzsparend zusammenschieben. Wer nicht zum oben angeführten »Sign Filo« einen passenden Schemel wie das Lammhults Design sucht, sondern zum beliebten »Eames Chair«, dem empfehlen wir den »Draht001« Hocker bzw. Beistelltisch von Deparso, der mit seinem metallenen Fachwerk sich perfekt anschleicht.

Loop Shelf Wandregal von We Do Wood: herrlich gebogener Stahldraht als Verbindung von Regal zur Wand

Wer weder das grafisch kompakte »Panton Wire« Regal-Element von Montana noch das moderne »Krossing« Wandregal von Kriptonite als luftige Drahtstruktur an der Wand wünscht, dem empfehlen wir das zugleich altmodische und doch neue »Loop Shelf« Wandregal von We Do Wood. Bei der Konstruktion kann We Do Wood nicht verneinen, dass sie ganz bewusst die starre Konstruktion der Fachböden sowie den drahtgebogenen Haken des Designklassiker‌s, das »String« Regalsystem von String Furniture, übernehmen. Dafür tritt es aber am liebsten einzeln geschraubt an der Wand auf …

Tribeca Leuchten Serie von Søren Rose für Menu: Franklin zeigt sich gerne in verzweigter Drahtstruktur als Pendelleuchte

Die Leichtigkeit einer Drahtstruktur wird auch gern im Bau minimaler Leuchten verwendet: Ob vom Käfig einer »Cage« Pendelleuchte für Sompex, als Kugel in geordneter Struktur als »Random Light« von moooi, zart verästelt als »Heracleum« Pendelleuchte von moooi oder industriell angehaucht als »Tribeca« Leuchten-Serie von Søren Rose für menu.

POV Kerzenständer als Teelichthalter für die Wand: filigrane Drahtstruktur von Menu, die auch als kleine Vase oder Ablage gerne verwendet wird

Gerade Kerzenständer trumpfen in der Kunst des Drahtbiegens auf: Vom neu aufgelegten, aber klassisch rund auftretenden »Lup« Kerzenhalter von HAY über die weltberühmte, geradlinige »Kubus« by Lassen Serie und minimalen, mehr eckig ausfallenden »Nero« Kerzenständer, den Flöz Design in diversen Varianten für Blomus gestalten, bis hin zum »POV« Kerzenständer als wandbefestigter Teelichthalter von menu.

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