Stil-Macher: Marcus Vagnby

1. Dezember 2015

7 Wine Wonders Weindekanter und Ausgießer von Vagnbys – das perfekte Geschenk für Weingenießer: Der Dekanter belüftet Wein, gießt tropffrei und verschließt die Weinflasche

Vagnbys erfreut mit gelungenen Accessoires rund ums Essen und Trinken – vor allem passionierte Weintrinker! Denn der hervorragend leicht zu benutzende »7 Wine Wonders« Dekanter und Ausgießer lässt haushaltsübliche Glasdekanter und ihr umständliches Reinigen einfach vergessen. Grund genug an den Gründer von Vagnbys ein paar Fragen in unserer Rubrik »Stil-Macher« zu stellen:

Welches Design, welcher Gestalter oder Ereignis hat Ihren Werdegang beeinflusst?
Marcus Vagnby: Meine Eltern arbeiten im Grafik- und Verpackungsdesign, was mich zwar inspiriert hat, jedoch fand ich meist die Gebrauchsgegenstände spannender als die schönen Verpackungen! Mein Interesse an Produktgestaltung weckte dann ein Praktikum in der 8. Klasse bei Tools Design, den Designern der dänischen Marke Eva Solo®. Als junger Designer in den späten 1990er Jahren beeinflusste mich vor allem die kreativ andersartige Gestaltung von Philippe Starck.

7 Wine Wonders Weindekanter und Ausgießer von Vagnbys – das perfekte Geschenk für Weingenießer: Der Dekanter belüftet Wein, gießt tropffrei und verschließt die Weinflasche

Wie verläuft der Weg eines Produktes? Von der Idee über den Entwurf und Prototyp bis zur Fertigstellung?
Marcus Vagnby: Mir fallen laufen alltägliche Dinge auf, die entweder nicht funktionieren oder die ich mir wesentlich besser vorstellen kann. So entstehen neue Ideen, die ich zunächst von Hand skizziere. Daraufhin erarbeite ich 3D Zeichnungen und Präsentationen, die ich zusammen mit meinen Auftraggebern, einer Marke oder Hersteller, durcharbeite. Nach den ersten Erörterungen baue ich entweder selber Funktionsmodelle bzw. lasse einen Prototyp im 3D Druck herstellen, um Details zu testen, zu verfeinern und auch besser zu erklären. Erst wenn mein Auftraggeber seine Zustimmung zum neuen Entwurf gibt, erhalten Produktionsfirmen die notwendigen Daten, um ein erstes Produktionsmuster herzustellen. An diesem Muster werden meist noch ein paar Details angepasst, der Produktionsablauf optimiert, später die Verpackung, die Werbung angedacht, bis das neue Produkt endgültig in eine serienreife Herstellung geht. So ein Ablauf dauert je nach Produkt bei uns 1 bis 3 Jahre. Der Weindekanter, »7 Wine Wonders Dekanter und Ausgießer« für unsere Marke Vagnbys zum Beispiel, benötigte als ein kleines, aber relativ kompliziertes Produkt eine Entwicklungszeit von ganzen 3 Jahren! Aber weil ich selber sehr gerne einen guten Wein genieße, waren und sind mir alle kleinen Details an diesem Weindekanter so wichtig – von der leichten Handhabung über das tropffreie Ausgießen und Filtrieren bis zum wichtigen Belüften des Weines, um den Geschmack eines guten Tropfens zu verfeinern:

Welches Produkt war Ihr größter Erfolg versus Ihr meist gelungenes Design?
Marcus Vagnby: Einer meiner größten Erfolge ist der Backpinsel aus Silikon für Nuance Scandinavia: Damals gab es nur Pinsel aus Schweineborsten, die man nicht in der Spülmaschine reinigen konnte. Also erfand ich diesen Silikonpinsel, der ja heute mehr oder weniger Standard ist. Die Idee konnte nicht geschützt werden, dadurch hat sie sich aber auch weltweit schnell verbreitet, was mich schon etwas stolz macht! Wenn andere Designer und Firmen meine Ideen aufgreifen, sehe ich das als Kompliment und Ansporn an, um noch ein weiteres und besseres Produkt zu designen! Zum Beispiel habe ich erfolgreich den Schneebesen für Nuance in offener Konstruktion weiterentwickelt.
In den letzten Jahren habe ich viele neue Produkte rund um Wein und Barzubehör gestaltet, die allesamt erfolgreich laufen. Aber wenn eine langwierige Produktent­wicklung wie der »7 Wine Wonders Wein-Dekanter und Ausgießer« viel internationalen Anklang findet, Weingenießer aber auch Sommeliere weltweit seine Anwendung loben, bin ich sehr zufrieden.

Marcus Vagnby feiert erste Erfolge mit Nuance: Silikonpinsel

Wie gewichten Sie Ästhetik, Funktion, Nachhaltigkeit im Design?
Marcus Vagnby: Eine gute Funktionalität kommt bei mir stets zuerst, ein gutes Äußeres ist der zweitrangige Faktor im Design. Ich achte seit einigen Jahren mehr und mehr darauf so umweltfreundlich wie möglich zu entwickeln. Viele unserer Vagnbys Produkte sind mit präzisen Materialcodes gekennzeichnet und selten geklebt, so dass jedes verwendete Material leichter einer Wiederverwertung zugeführt werden kann. Hoffentlich organisieren und spezialisieren sich die Verwertungssysteme weltweit auf eine interaktive Zusammenarbeit mit Designern und Herstellern.

Gibt es ein design- bzw. einrichtungstechnisches »No-Go« bei Ihnen?
Marcus Vagnby: Von schlechtem und sinnlosem Design, zu billigen Produkten, die nicht lange halten, halte ich mich fern, ansonsten bin ich für alles offen, was sich designen lässt!

Neben Vagnbys für gepflegte Accessoires in Küche und Bar wie Weindekanter, setzt Marcus Vagnby auf Leuchten und Möbel mit ShapingYourDay

Welche kommenden Herausforderungen sehen Sie im Bereich Design? Wie wird sich das Wohnen in der Zukunft verändern? Fortschreitende Technisierung oder Rückbesinnung auf das Handwerkliche?
Marcus Vagnby: Ich denke, dass es eine wichtige Aufgabe der Designer und der Produzenten ist, bessere Möglichkeiten der Wiederverwertung zu schaffen, Materialien richtig aufzuarbeiten, ohne die Umwelt zu belasten. Ebenso finde ich es wichtig, erstens das Handwerk und seine Traditionen aufrechtzuerhalten und zweitens Hersteller in der Nähe zu bevorzugen. Neben Vagnbys betreiben wir eine eigene Leuchten- und Möbelmarke, ShapingYourDay, wo unsere Stühle und Tische nach alten Handwerkstraditionen in einem renommierten Familienbetrieb in Dänemark hergestellt werden. Um dies zu ermöglichen, muss der Kunde zwar etwas tiefer in die Tasche greifen, bekommt dafür aber ein qualitativ sehr hochwertiges Produkt, dessen Geschichte vom Rohstoff über Verarbeitung bis Vertrieb nachvollziehbar ist. Nur so erhalten und unterstützten wir gemeinsam Handwerk und Wachstum in Europa. Eine gesunde Mischung von Technik und Handwerk ist besonders für so kleine Länder wie Dänemark meiner Meinung nach wichtig.
Technisierung ist natürlich nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken, für mich ist hier eine vernünftige Balance ausschlaggebend. Zum Beispiel spielt meine kleine Tochter ab und zu auf einem iPad, doch Bücher, Bleistifte, Schnecken und Sand interessieren sie viel mehr. Ich baue zur Zeit mit meiner Familie ein Holzhaus mit integriertem Showroom, modern, natürlich, umweltfreundlich und energieeffizient, in einer guten Mischung aus neuesten technischen Details und klassischen Handwerks­künsten. Hier bin ich tagsüber Handwerker und abends am Computer Designer, diese Abwechslung inspiriert mich sehr.

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Vagnbys Dekanter und Ausgießer im ikarus…design shop

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