Less is more

13. Januar 2016

Less is more – der Grundsatz des Minimalismus im Design wirkt befreiend in der Einrichtung, z. B. in der Chiyodanomori Dental Clinic, Hironaka, Ogawa; Foto: archdaily

»Weniger ist mehr« propagieren gerade in den ersten Tagen des neuen Jahres die Medien zum Thema guter Vorsätze. Und auch wenn es kaum einer zugeben möchte: Es sammeln sich im täglichen Leben und Wohnen zahlreiche Kleinigkeiten an …
hier die Mitbringsel der Reisen, Post- und Grußkarten der Freunde, dort die noch nicht gelesenen Magazine, ungeliebte oder nicht mehr passende Kleidung, nie genutzte Sportgeräte, diverse Geschenke- und Dekoartikel, die man eigentlich nicht mag, aber noch nicht über das Herz bringen kann, wegzuwerfen: Wie wäre es mit einer neuen Bühne des Lebens zu starten, zum Beispiel mit einfach geweißten Räumen, und sich all der unnützen Dinge zu entledigen? Sich zu überlegen, was braucht man wirklich?

Toro Stapelbett von more – ein richtiges Bett statt Schlafsofa in der kleinen Wohnung

Erstens ein gutes Bett! Denn wir verschlafen rund ein Drittel unseres Lebens und sollten unserem Rücken zuliebe besser auf eine dem Körper anschmiegende Matratze als auf ein stylisches, aber unbequemes Schlafsofa setzen. Somit plädieren wir für das »Toro« Stapelbett von more bzw. den Originalentwurf von Rolf Heide, der »Stapelliege« der Müller Möbelwerkstätten, wenn die Wohnung zu klein für ein vom Wohnzimmer getrenntes Schlafzimmer ist. Denn mit ein paar Kissen und einem großzügigen Plaid wird dieses Bett flugs zur gemütlichen Couch. Und Bettwäsche, Kissen und Plaid sind natürlich am besten in einer schlichten Truhe neben dem Bett aufbewahrt.

Minimalismus im Design als Schlüssel zur Ordnung – Hang-up Garderobe als offener Kleiderschrank und Raumteiler von Jan Kurtz

Während den meisten der Kleiderschrank nicht groß genug sein kann, wählen Anhänger der »Less is more« Theorie lieber einen Kleiderständer: Denn der Hang zur Ordnung verführt den Kleiderständer wirklich nur mit der Bekleidung zu behängen, die stets im Einsatz ist. Einfaches Anhäufen nicht so gerne getragener Bekleidung ist somit nicht möglich. Zwei Kleiderständer offerieren überdies angenehme Zusatz­möglichkeiten: Während die »Hang-up« Garderobe mit ihrer rückwärtigen Plane auch als Sichtschutz und somit Raumteiler fungiert, bietet Frost zusätzlich für den »Bukto« Kleiderständer Garderobenhaken und Spiegel an.

Vipp Treteimer & Accessoires sind auch in der minimalistischen Küche eine gute Wahl; Foto: Nordic Leaves

Genügend Stauraum und somit geschlossene Schränke sind dem Minimalisten vor allem in der Küche wichtig. Denn nichts ist schlimmer als auf das Durcheinander von Geschirr, Küchenwerkzeuge, Kaffeemaschine und Toaster zu schauen. Bei dem Angebot an Küchenplatte wird es allerdings schwer fallen, alle täglich benutzten Küchenmaschinen ordentlich wieder im Schrank zu verstauen und nur den Vipp Treteimer als freistehendes Design-Statement zu bewundern.

Zu den immer stylischen Eames Chair Stühlen passt auch rechteckiger Tisch, der als Küchentisch & Schreibtisch brilliert; Foto: Remodelista

Da loben wir lieber den lockeren Umgang mit der grauen Theorie des Design-Minimalismus, wenn das herrschende Weiß der glatten Flächen mal von markant gemaserten Holzflächen, aber auch Kaffeemaschine und Abtropfständer gebrochen wird. Aber kommen wir wieder zum Wesentlichen einer minimalistischen Einrichtung, den Essplatz. Auch wenn wenige Möbel bevorzugt werden, halten wir nichts von der Unart, sein Essen halb kauernd auf dem Sofa einzunehmen. Ein Tisch und ein paar Stühle gehören auch in eine minimalistische Einrichtung! Nur überlassen wir jedem nicht nur die Wahl der Stühle – Kunststoffstuhl oder Polsterstuhl, sondern auch die Platzwahl: Nicht immer müssen alle Stühle um den Tisch stehen, sie verweilen auch im Flur, am Schreibtisch im kleinen Büro oder als Nachttisch im Schlafzimmer.

Nahezu unsichtbar werden Tische & Stühle aus klarem Kunststoff wie Invisible Tisch und Victoria Ghost Stuhl von Kartell

Und wenn wir schon bei mehrfach genutzter Einrichtung sind, empfehlen wir statt hier einen Küchentisch, dort einen Schreibtisch, lieber auf zwei oder mehrere Tische im gleichen Design zu setzen, um bei einer festlichen Runde zu Hause jedem einen Platz an einer langen Tafel anzubieten. Während der »Invisible« Tisch von Kartell die optische Weite eines Raumes erhöht, erfreut der »Bistro Table« von Vitra mit schlanker Linie, kann der »Quadrat« Tisch In Teak oder HPL von Jan Kurtz auch als gelegentlicher Gartentisch verwendet werden.

Sofa und Couch sind auch im Minimalismus erlaubt, wenn genügend Platz im Raum vorhanden ist

Erst wenn genügend Raum vorhanden ist, wendet der Minimalist Gemütlichkeit an und entscheidet sich für ein Sofa, selbstverständlich in zarten Grau- und Beigetönen. Wir fassen die Grundregeln des Minimalismus im Design zusammen:
• Nur das absolut Notwendigste zum Leben gehört in die Einrichtung.
• Neutrale Farben – Weiß, Grau und Beige – bevorzugen.
• Kaum Accessoires zulassen. Reine Minimalisten erfreuen sich an der Leere. Wem das Zuviel an Klarheit ist, kann sich ruhigen Gewissens hier eine Vase und Kerzenständer, dort einige Pflanzen und selbstverständlich etwas Kunst leisten.
Wer diese Grundregeln – selbst in Maßen – befolgt, erhält ein luftiges Zuhause, das nicht nur optisch beruhigt, sondern auch das lästige und zeitaufwändige Putzen und Aufräumen ungemein erleichtert.

Nex Pur Box Schränke von Piure verstauen alles nicht Sehenswerte ansprechend im klaren Design. Aber bitte nicht überfüllen!

Zwar ist dem gestrengen Minimalisten jeglicher Stauraum zuwider, da dieser eben einlädt, Unnützes aufzuheben. Aber falls das eine oder andere nicht digital gespeichert ist, die Spielesammlung, Tischsets und Kerzen ihren Platz suchen, dann empfehlen wir die klaren Formen der »Nex Pur Box« Schränke der Münchner Firma Piure, die individuell auf den Platzbedarf abgestimmt gewählt werden können.

Wenn die Aufforderung »Less is more« Sie anspricht, finden Sie alle vorgestellten Möbel – Bett, Sofa, Garderobe, Tisch, Stühle und Schränke – für Ihre minimalistische Einrichtung in unserem

ikarus...design shop

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2 Antworten zu “Less is more”

  1. A. S. sagt:

    Ein schöner Beitrag, der gerade meine Sehnsucht nach klaren Strukturen aufgreift. Es wird Zeit für Veränderungen …

  2. Carsten sagt:

    das bringt mich darauf, das ich mal etwas Deko verschwinden lassen sollte in meinen Räumen zum neuen Jahr.

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