Wohnen auf kleinstem Raum – 34 qm!

30. August 2016

Sofa, Sessel, Couch- und Beistelltische im kompakten Maß und schlichten Design für kleines Wohnzimmer wählen

Dem beliebten Single-Dasein in aufregenden Städten geschuldet entwickelt sich aus der kleinen Notlösung der Studentenbude das pfiffig durchdachte Apartment, in dem alle Lebensbereiche einer Wohnung auf kleinstem Raum abgedeckt werden. In unsere Stil-Schau zeigen wir eine schwedische Lösung aller möglicherweise auftretenden Probleme …

Design für den Essplatz: Eames Chairs DSW von Vitra um einen runden Tisch, beleuchtet von einer E 27 Lampe von Muuto

Einheitliche Gestaltung
Großzügig und licht wirkt das 34 qm große Apartment, das im Decoholic Blog vorge­stellt wird: Und das, obwohl nur auf einer Seite der Dachgeschoss-Wohnung Licht durch drei schmale Fenster fällt. Um das natürliche Licht im Raum zu reflektieren, wird konsequent auf helle Farben gesetzt. Eine gleichmäßige Farbgestaltung von Decke, Wände und Boden hilft den Raum zu weiten, wobei es selbstverständlich leichter fällt, wenn Weiß als Grundfarbe gewählt wird. Mutige greifen stattdessen zu den nun angesagten Pastellfarben, die in sanften Abstimmungen den gleichen Effekt bewerkstelligen.
Nicht zu vernachlässigen ist der Boden: Statt jedem Funktionsbereich einen eigenen Bodenbelag zuzuweisen, lohnt es sich, ein kleines Apartment in einer Bodenart zu verlegen. Wird geweißtes Laminat bzw. Parkett parallel zu den Lichstrahlen durch­gehend verlegt, wirkt der Raum großzügiger und luftiger. Teppiche als Läufer und Brücken sorgen für gemütliche Fußwärme: Während der kuschelige Teppich vor Sofa und Bett gang und gäbe ist, empfehlen wir die neuen strapazierfähigen Sauberlauf­matten in der Küche, da diese waschbaren Fußmatten Fett- und Wasserspritzer weit besser wegstecken als Laminat und Parkett:

Küche eingebaut in eine Nische im Wohnzimmer: Sauberlaufmatte als waschbarer Teppich schützt weiß pigmentierten Boden

Optimierung des Lageplans
Um klaustrophobisch enge Flure und Nischen zu vermeiden, lohnt es sich Räume zu öffnen: Mit leichter Hand sind Türen ausgehängt. Optisch auffälliger, aber durchaus statisch komplizierter und wesentlich aufwändiger in der Durchführung ist das Abtragen von Mauern, wobei unbedingt fachliche Hilfe zu Rate gezogen werden sollte. Was allerdings nur Gehirnschmalz fordert, sind die genauen Bedürfnisse ans Wohnen und Leben abzustecken: Während in dieser Stil-Schau das Kochen zurücktritt und mehr auf das gemeinsame Essen an einem runden Tisch samt Eames Chairs wert gelegt wird, kann mit dem gleichen Platzbedarf auch eine großzügigere Küche mit anschließendem Tresen und Barhockern konstruiert werden.

Statt Garderobenhaken lieber Garderobe im Flur auf einem rollenden Bukto Kleiderständer von Frost platzieren

Stauraum schaffen
Um dem Durcheinander des alltäglichen Lebens zu entkommen, muss vor allem in kleinen Räumlichkeiten – neben der gewünschten Enthaltsamkeit – auf genügend Stauraum geachtet werden. Statt wuchtiger Schränke setzt diese Stil-Schau auf unauffällige Einbauten – wie in der Küche – oder grazile Sideboards. Damit sich die Schränke und Sideboards nicht in den Mittelpunkt spielen, empfehlen wir auf weiße Möbel zu setzen, zum Beispiel die »Nex Pur Box« Schrank-Serie von Piure, die auch bei einem eventuellen Umzug Erweiterung offeriert.
Im Flur darf die Garderobe ruhigen Gewissens offen gestaltet werden, schließlich landet auch mal ein nasser Mantel oder Jacke an der Garderobe, die dann luftig abtrocknen darf. Statt der beliebten Garderobenhaken setzt diese Stil-Schau auf einen rollenden Kleiderständer wie »Bukto« von Frost, um den Flur leichter rein zuhalten.

Der begehbare Kleiderschrank wird in der Abstellkammer z.B. mit Kriptonite Regalsystem im Design realisiert

Abstellräume überdenken
Wer eine Nische oder Abstellkammer im Apartment vorfindet, sollte nicht mit Schränken hantieren, sondern eher einen begehbaren Kleiderschrank mit Hilfe von Regalsystemen konstruieren, zum Bespiel mit dem »Bookshelf K1« Regal der italienischen Marke Kriptonite. So lässt sich übersichtlich und ordentlich die Garderobe sortieren, denn die Anziehsachen in die Fächer zu stopfen oder auf den Boden zu werfen, wird sich kaum einer trauen.

Spiegel weiten enge Räume wie Flur-Garderobe, Bad und Küche wie von Gubi und HAY – Design mit mehr als einem Akzent

Akzente setzen
Wenn die Frage des Stauraums der Garderobe gelöst ist, sind optische Akzente nicht nur im Flur gefragt. Vor allem empfehlen wir in kleinen Räumen auf große Spiegel, z.B. von Gubi oder HAY, zu setzen, denn ein Spiegel ist nicht nur zum narzisstischen Betrachten: Die Spiegelfläche reflektiert Licht, die zusätzlichen Blickachsen ver­größern optisch den Raum. Vor allem schlauchartige Räume wie Bad, Küche und Flur erscheinen durch das verdoppelnde Spiegelbild mit einem an der kurzen Seite gesetzten Spiegel weitläufiger.
Neben dem optischen Akzent steht der farbliche Kontrast in einer Einrichtung zur Debatte: In dieser Stil-Schau wird zum lichten Weiß der Wände Schwarz als Kontrast gewählt. Die leichteste Farbe zum vielseitigen Kombinieren neben Weiß! Selbstver­ständlich kann auf dieser lichten Bühne auch andere Farben verwendet werden, wobei aus unserer Erfahrung die farbliche Abstimmung immer schwieriger wird, je weiter man sich von den reinen Farben entfernt. Wer nur ab und an farbliche Akzente setzen möchte, wählt bunte Kissen und Decken für Sofa und Sessel oder Vasen und Kerzenständer als auffällige Skulpturen.

Schlafzimmer mit Bett und transparentem Beistelltisch in abgegrenzter Nische vom Wohnzimmer – fürs Single-Dasein ideal

Blickfang Bildschirm
Der Fernseher wird zur Kinoleinwand in modernen Einrichtungen: Wer sich diesem Trend nicht entziehen kann, sollte den Bildschirm wenigstens nicht zum Blickfang im Wohnzimmer gerieren lassen. An der Wand befestigt nimmt der Bildschirm weniger Platz ein, eingebunden zwischen Bilderrahmen einer visuell ansprechenden Grafik- bzw. Bilder-Galerie fällt das schwarze Loch des modernen Fernsehers kaum auf.

Nicht vollstellen! Durchgänge freilassen!
Je mehr Boden sichtbar ist, desto großzügiger wirkt ein Raum. Und diese leichte Formel ist mit kleinen Möbeln besser zu bewältigen, vor allem wenn alle Wohn- und Lebensbereiche von Küche über Esszimmer und Wohnzimmer bis zum Schlafzimmer in einem Raum ablaufen. Verzichtet man auf den Essplatz, kann selbstverständlich auch ein größeres Sofa samt Longchair den Raum ausfüllen.
Wer einen Schritt noch weiter gehen will, nutzt neben dem gewünschten kleinen Wuchs der Möbel einen optischen Trick: Transparenz hilft Weite zu schaffen! Couch- und Beistelltische aus Acrylglas oder transparente Tische und Stühle, wie »Invisible« Tisch und»Louis Ghost« Stuhl von Kartell oder »Meridiana« Stuhl von Driade.

Nicht nur am Bett sind spezielle Leuchten gefragt: Gute Ausleuchtung kleiner Räume benötigt viele Leuchten

Lichtverhältnisse anpassen
Wenn natürliches Licht nur von einer Fensterfront in einen relativ weitläufigen Raum strahlt, muss die Auswahl der Leuchten durchdacht sein. In dieser Stil-Schau akzen­tuieren Strahler an der Decke den Flur und die Küche. Decken­leuchten wie die »Wittenberg« Strahler des Berliner Herstellers Mawa Design bewerkstelligen das individuell ausrichtbare Ausleuchten. Kombiniert mit einem schaltergebundenen Dimmer kann die Lichtintensität leicht der Stimmung angepasst werden. Statt der puristischen »E 27 Lampe« von Muuto über dem Esstisch empfehlen wir eher mal Wandleuchten auszuprobieren, die ein diffuseres und somit optisch angeneh­meres Licht als Pendelleuchten abstrahlen. Und nicht vergessen: Tischleuchten und Stehleuchten eignen sich neben ihrer eigentlichen Funktion des Leuchten wunderbar als Statement im Design wie die »Oda« Leuchten von Pulpo!

Alle in dieser Stil-Schau eines schwedischen Single-Apartments vorgestellten Möbel, Leuchten und Accessoires erhalten Sie in unserem

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