Mit ‘Esszimmer’ getaggte Artikel

Monobloc – ein Stuhl für die Welt

Dienstag, 14. März 2017

Monobloc Plastikstuhl in Österreich; Foto: Jürgen Lindemann, © Vitra

Fällt das Stichwort »weißer Plastikstuhl« hat jeder sofort sein Bild vor den Augen: der Monobloc. Vom 17. März bis zum 18. Juni 2017 zeigt das Vitra Schaudepot in Weil am Rhein seine Entwicklung seit den frühen 1950er Jahren – von innovativer Verarbeitungstechnik entweder zur billigen Massenproduktion oder zum qualitativ hochwertigen Designklassiker:
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Jellies Family – und Farbe zieht auf dem Tisch ein

Freitag, 20. Mai 2016

Jellies Family Teller, Schalen, Gläser und Krüge – Patricia Urquiola kreiert für Kartell Design ein fröhliches Geschirr für drinnen und draußen

Man kann sich streiten: Braucht man wirklich ein bruchfesteres Geschirr nur für draußen? Nein, sagen wir ganz frei heraus, weil »Jellies Family« einfach zu charmant ist, um nur draußen auf Terrasse und Balkon genutzt zu werden … (mehr …)

Stil-Macher: Marcus Vagnby

Dienstag, 01. Dezember 2015

7 Wine Wonders Weindekanter und Ausgießer von Vagnbys – das perfekte Geschenk für Weingenießer: Der Dekanter belüftet Wein, gießt tropffrei und verschließt die Weinflasche

Vagnbys erfreut mit gelungenen Accessoires rund ums Essen und Trinken – vor allem passionierte Weintrinker! Denn der hervorragend leicht zu benutzende »7 Wine Wonders« Dekanter und Ausgießer lässt haushaltsübliche Glasdekanter und ihr umständliches Reinigen einfach vergessen. Grund genug an den Gründer von Vagnbys ein paar Fragen in unserer Rubrik »Stil-Macher« zu stellen: (mehr …)

Stil-Schau in monochromatischer Farbpalette

Dienstag, 19. Mai 2015

Unsere Stil-Schau zeigt fast monochromatische Einrichtung von Sofie und Frank Christensen Egelund in Kopenhagen

Lichte und helle Einrichtungen im typisch skandinavischen Design stehen eigentlich für unsere nordeuropäischen Nachbarn im Vordergrund: Sofie und Frank Christensen Egelund, beide bei der dänischen Marke Vipp tätig, wählen in Kopenhagen die moderne Variante des skandinavischen Design‌s in diversen Grautönen … (mehr …)

Topsy, Tom & Jerry? Flexible Sitzgruppe von Magis!

Donnerstag, 03. Januar 2013

Tom und Jerry Hocker von Konstantin Grcic für Magis

Nein, wir stellen nicht die beliebte Zeichentrick-Serie vor: Aber so körperlich agil wie sich Kater und Maus aufführen, so flexibel ist die von Konstantin Grcic entworfene Tisch & Stuhl-Kombination für den italienischen Hersteller Magis allemal… (mehr …)

Servierwagen – ein unterschätztes Möbelstück

Dienstag, 23. August 2011

Gastone Servierwagen von Kartell - immer bereit!

Der Servierwagen ist ein häufig belächeltes Möbelstück: Die einen fragen nach, ob nicht auch ein Tablett reichen würde, die anderen tun es großspurig als Senioren-Hilfe ab. Aber war das nicht vor einigen Jahren mit den Hinter-sich-her-rollenden Koffern ebenso? Und heute wird man belächelt, wenn man einen schweren Koffer versucht zu tragen. Hauen wir ein wenig auf die Werbetrommel, damit der Servierwagen ein besseres »Image« im Heim bekommt: (mehr …)

Unkompliziert flexibel leben mit Driade

Sonntag, 19. Juni 2011

Driade Möbel für Garten und Haus

Das könnte das neue Motto des italienischen Möbelherstellers Driade sein. Denn viele seiner Möbel- und Leuchten-Entwürfe lassen sich nicht nur einem fest definierten Einsatzort zuschreiben, sondern sind flexibel und unkompliziert an vielen Orten im Haus und Garten einsetzbar wie die neue Zelight Leuchte.

Grund für diese Einsatzfreudigkeit ist das äußerst robuste Material der Möbel: Kunststoff. Resistent gegen Verwitterung, kratz- und bruchfest, leicht und stabil, ist selbst die Herstellung der Möbel und Leuchten aus Kunststoff nun umweltfreundlich, der Kunststoff stets recyclefähig. (mehr …)

Plywood Group – Charles Eames erstes Möbeldesign

Dienstag, 10. Mai 2011

Der Vitra LCW Chair im Poster-Design des BlueAntStudio Im Frühjahr 1930, während der Depression, geht Charles Eames nach seinem zweiten Collegejahr von der Washington University in St. Louis ab und will als freier Architekt Geld verdienen. Als die Kunden ausbleiben, reist er nach Mexiko und verlebt fünf Jahre dort, bis er 1940 ein Angebot des damaligen Dekans der progressiven Cranbook Academy of Michegan, Eliel Saarinen, annimmt, dort studiengebührenfrei und zwanglos Kunst und Architektur zu studieren. Es ist der Beginn fruchtbarer Freundschaften: Nicht nur dass Charles Eames sich mit dem Sohn des Dekans, Eero Saarinen, gut versteht, auch seine spätere Frau, Ray Kaiser, eine junge Malerin und Bildhauerin, trifft er an diesem College. Das Trio diskutiert, experimentiert freudig und legt bei dem vom New Yorker Museum of Modern Art veranstalteten Wettbewerb im Bereich »organische Möbel« eine Reihe von höchst originellen und innovativen Sperrholzmöbeln vor. Der spielend leichte Gewinn lässt ein Angebot von Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) folgen, Geld in der Kriegszeit als Szenenbildner zu verdienen und so heiratet Charles Eames seine Ray, zieht mit ihr nach Venice, Los Angelos, und beide experimentieren weiter in den Abendstunden an den innovativen Sperrholzformtechniken. Sperrholz, schnellbindendes Harnstoff-Formaldehydharz

Beinschiene der frühen Plywood Group von Ray & Charles Eames, MoMA

(gesund war das bestimmt nicht!) und Hitze waren die Komponenten eines neuen »Plastikholzes«, das die Aufmerksamkeit anderer Ingenieure auf sich zieht. Während diese meist auf »Onkel Sams« Kosten Kriegsspielzeug entwerfen, ausprobieren und herstellen, machen sich Ray & Charles Eames einen Namen mit Schienen und Tragen aus ihrem »Plastikholz« für verwundete Soldaten.

Entwurfskizze des LCW der Plywood Group von Ray & Charles Eames 1944

Als der Krieg endet und ein neuer Wettbewerb des New Yorker Museum of Modern Art 1946 ansteht, beteiligen sich Ray & Charles Eames mit ihren innovativ geformten »Plywood Group« Möbeln. Das Novum ihrer außergewöhnlichen Formen war, die Möbel dem menschlichen Körper anzupassen (statt wie gewöhnlich umgekehrt). Das auf neue Sachen geradezu versessene Publikum verliebt sich sofort in diese geschwungenen Formen, den seidigen Glanz der natürlichen Holzfläche und jubelt über dieses neue Design, dass das elegante Aussehen dänischer Möbel mit einem robust amerikanischen Profil verquickt.

Roter LCW versus hellen DCW Chair von Vitra
Größenvergleich des Lounge Chair (LCW) in Rot zum Dining Chair (DCW) in Natur von Vitra: 10 cm Unterschied der Sitzhöhe der zwei »Plywood Group« Vitra-Stühle.

Angezogen vom Erfolg der Ausstellung vergibt der Entwurfsdirektor der Herman Miller Furniture Company, George Nelson, einen großen Auftrag an Ray & Charles Eames zur Vorbereitung der Serienproduktion dieser »Plywood Group« Möbel. Es ist der Anfang einer langen Liason, deren erstes fruchtbare Ergebnis der Verkaufsschlager »Plywood Group« war. Kein modernes Haus der 50er Jahre kam ohne einen Stuhl dieser Möbel-Serie aus – ob Dining oder Lounge Chair. Der Schweizer Hersteller Vitra bietet die »Plywood Group« Möbel-Serie mit verschiedenen Gestellen an:

niedriger Lounge Chair (LCW) von Vitra: der Sessel

Der Lounge Chair von Vitra bezaubert als niedriger Sessel mit einer Sitzhöhe von 30 cm als treuer Kompagnon neben dem komfortablen Sofa oder für gesellige Spiel-Runden am runden Tisch: Vitra bietet den Lounge Chair mit hölzernem Gestell (»wooden base«), den sogenannten LCW, und mit einem filigranen Metallgestell (»metal base«), den Lounge Chair LCM, an:

Lounge Chair (LCM) mit CTM Tisch von Vitra

Passend zu den LCM Stühlen entwirft Ray & Charles Eames den CTM – einen »Coffee Table« mit »metal base«. Zeitgleich zu den niedrigen Sessel der »Plywood Group« Möbel-Serie wird das Sessel-Design an die Stuhl-Form angepasst: Die Sitzhöhe wächst von 30 cm auf satte 40 cm. Trotzdem heißt es beim Dining Chair »gerade bei Tisch« sitzen oder einen niedrigen Esstisch wählen, denn typisch im europäischen Raum ist eine Sitzhöhe von mindestens 45 cm:

Dining Chair (DCW) von Vitra

Die knuffigen Holzstühle DCW (»Dining Chair with wooden base«) von Vitra zeichnen sich nicht nur durch eine höhere Sitzhöhe, sondern auch eine schmalere Sitzbreite aus. Filigraner werden die Holzstühle mit Metallgestell als DCM (»Dining Chair with metal base«) von Vitra:

Dining Chair (DCM) von Vitra

Die »Plywood Group« Möbel mit ihren verschieden Gestellen wurden von Ray & Charles Eames 1956 im NBC Frühstücksfernsehen – zehn Jahre nach ihrem Debut – vorgestellt:

Alle von Ray & Charles Eames entworfenen »Plywood Group« Möbel von Vitra finden Sie in unserem


ikarus...design shop

Das bezaubernde Poster der Vitra »Plywood Group« Möbel im Mid-Century Design ist im amerikanischen »BlueAntStudio« erhältlich.

Perfekt kombiniert: Riva von Conmoto

Donnerstag, 28. April 2011

Sofa-Couchtisch Kombination der Riva Gartenmöbel-Serie von Conmoto J. WagnerManchmal fragt man sich, warum man sich das Leben so kompliziert macht und hier ein Sofa dieser Marke, dort einen Couchtisch eines anderen Herstellers, in einer Ecke die Essgruppe, in der anderen Ecke die Barhocker für den Küchentresen kauft und hernach feststellt, so gut sieht diese Kombination im großen Ess-/ Wohnzimmer gar nicht aus, wie man es sich vorher vorstellte. Besser man vertraut sich einem perfekt entworfenen Möbel-Programm an. Das Grausen für einen eigenwilligen Inneneinrichter, der seine Profilierung gerade in der geschickten Kombination sucht. Aber für uns Normalsterbliche ist eine geradlinige Möbel-Serie wie Riva von Conmoto J. Wagner, die einfachste und eleganteste Art sich stilkonform einzurichten. (mehr …)