Wiedergeburt zum Designklassiker – Drop Chair

21. Januar 2015

Arne Jacobsen Suite 606 im Royal Hotel in Kopenhagen: Egg und Swan Chair treffen auf den kleinen Drop Chair

In dem berühmten Hotelzimmer 606, der Arne Jacobsen Suite im Kopenhagener Royal Hotel, versammeln sich die Designklassiker aus der Hand des dänischen Architekten: Während der »Egg Chair«, die »AJ« Stehleuchte und der »Swan Chair« ihren weltweiten Siegeszug in Einrichtungen seit Jahrzehnten antreten, gerät der zierliche Stuhl in Tropfenform namens »Drop« in Vergessenheit – bis jetzt:

Der polsterbezogene »Tropfen« Stuhl von Arne Jacobsen im Kopenhagener SAS Royal Hotel Ende der 1950er Jahre

Die dänische Marke Fritz Hansen übernimmt seit den 1950er Jahren die Produktion der Designklassiker »Egg« und »Swan« Sessel, deren Haltbarkeit einem ganz anderen Mann zu verdanken ist: Der norwegische Industriedesigner Henry W. Klein entwickelt Mitte der 1950er Jahre eine pfiffige Methode, aus Polystyrol feste Schalen zum Polstern zu fertigen. Leicht im Gewicht, unkompliziert in der Verarbeitung, aber hart im Nehmen sind diese Polystyrol-Schalen der Grundstein der modernen Sessel. In aufwändiger Handarbeit wird jede Polystyrol-Schale gepolstert, anschließend bezogen und vernäht – zu aufwändig und somit zu teuer für den zierlichen »Drop« Stuhl befindet Fritz Hansen und legt den Arne Jacobsen Entwurf nach der Ausstattung des Royal Hotels in Kopenhagen auf das berühmte Eis.

Unkomplizierter Kunststoffstuhl in sanften Abtönungen von Fritz Hansen

Im Zuge des wiedererstarkten Wohntrends im modernen Mid-Century Designs besuchen tagtäglich Designbegeisterte das berühmte Hotelzimmer 606 im Royal Hotel in Kopenhagen, wobei immer wieder die Frage nach dem kleinen Stuhl in Tropfenform vor dem Frisier- bzw. Schreibtisch fällt. Aber die Pläne des originalen »Drop Chair« Entwurfs von Arne Jacobsen sind verschollen, so dass Fritz Hansen den Mut fasst, einen Neuanfang zu starten:

Angesicht der fortschreitenden Entwicklung der Kunststoffverarbeitung wird der Stuhl nach einem Originalexemplar der 1950er Jahre rekonstruiert, eine neue zweischalige Gußform des Sitzes erstellt, die Sitzschale innwändig neu konstruiert, damit die Beine fest an der Sitzschale verschraubt sind – alles in Absprache mit dem Enkel Tobias Jacobsen, der über das Erbe seines Großvaters wacht. Und das Resultat aus dem Hause Fritz Hansen ist ein umwerfend schönes Design: Nicht nur das Auge erfreut sich an der zierlichen Gestalt des »Drop« Stuhls, die tropfenförmige Kunststoffschale sorgt in ihren ergonomischen Maßen für einen angenehmen Sitzkomfort, die verwendelten Materialien für ein lebenslanges und somit nachhaltiges Sitzvergnügen.

Feine Kunststoffschale in Tropfenform mit filigranem Metallgestell in farbgleicher Pulverbeschichtung

Und das Schönste ist – Fritz Hansen offeriert den famosen »Drop« Stuhl in vielen wohntauglichen Farben in unserem

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